Bonaparte, 1838
Die Stirnpartie dieser Fische ist zu einem mächtigen Fortsatz ausgezogen. Dieses Gebilde ist abgeplattet und erreicht etwa ein Drittel der Gesamtlänge des Fisches. Dieser "Löffel" ist sehr empfindlich und leicht verletzbar. Die Haut ist völlig unbeschuppt, kann aber mit einzelnen kleinen Knochenkörnern bedeckt sein. Die Schwanzflosse ist unsymmetrisch und am oberen Lappen sind ein paar Ganoidschuppen vorhanden. Die für die Störe so charakteristischen Barteln sind bei den Löffelstören zu kurzen, aber äußerst sensiblen Tastern reduziert.
Die Löffelstöre schwimmen mit weit...
... herunterhängendem Unterkiefer fern vom Ufer langsam durch das Wasser und seihen die feinen Futterbestandteile mit langen Kiemenfortsätzen aus. Diese Fische sind zwar wanderlustig, aber die überwinden keine Hindernisse. Der Stör ist nachtaktiv und ruht tagsüber auf dem Gewässergrund in tiefem, kälterem Wasser.
Die Nahrung besteht aus kleinen Krebstieren und Plankton.
Die Löffelstöre laichen in schnell fließenden Gewässern, so dass man die Larven erst in jüngster Zeit entdeckt und beobachtet hat. Die Laichzeit ist im April und Mai. Sobald das Weibchen die Eier abgelegt hat, befruchtet das Männchen sie. Danach entwickeln die Eier eine klebrige Hülle, die am ersten Objekt, dem sie begegnen haften bleibt.
Die Larven sind glasig durchsichtig, etwa 1,5 bis 2,0 cm lang und völlig ohne Stirnfortsatz. Bei den Jungfischen sind die Kiefer mit vielen kleinen Zähnen besetzt. Erwachsene Löffelstöre dagegen haben keine Zähne.
Die Gesamtsystematik:
Zur Familie der Löffelstöre (Polyodontidae) gehören die Gattungen:
mit jeweils einer Art:
Der amerikanische Löffelstör (Polyodon spathula) wird bis zu 1,80 m lang und ca. 65 kg schwer. Er lebt im Mississippi. Staudämme, Verunreinigung der Gewässer und Raubfischerei haben ihn bis an den Rand der Ausrottung gebracht. Mit 7-9 Jahre werden sie geschlechtsreif.
Der chinesische Schwertstör (Psephurus gladius) wird bis zu 3,70 m lang. Sein Heimatgewässer ist der Jangtse-Kiang.
Löffelstöre gehören zur Ordnung der Störartigen (Acipenseriformes)
dazu gehört auch die Familie:
Wie die eigentlichen Stören, sterben auch die Löffelstöre langsam aus. Sie fallen immer mehr dem Fischfang, der Wasserverschmutzung und dem Baun von Staudämmen zum Opfer.
Loeffelstoere - Wissenschaftliche Informationen über Löffelstöre, einer Familie der Knochenfische.
wissenschaftlicher Name: Polyodontidae
Bilder / Foto Name: polyodon_spathula - Loeffelstoere
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