Infos zu den Lamellenzahnratten
Ihren Namen haben die Lamellenzahnratten daher, weil ihre Backenzähne lamellenförmig aufgebaut sind. Da sie auch relativ große Ohren haben, wurde ihnen auch der Name Ohrenratten gegeben. Die Ohren sind aber nicht auffällig, weil sie zum Teil im weichen Fell verborgen sind. Sie erreichen eine Gesamtlänge von 20-30 cm.
Die Lamellenzahnratten leben im gesamten Afrika südlich der Sahara. Die Lebensräume sind sehr unterschiedlich.
Es gibt Arten, die Sümpfe bewohnen und gut schwimmen können. Diese legen ihr Grasnest auf einem dicken Polster Pflanzenreste, die sie zusammentragen, an. Andere Arten bewohnen höher gelegene Wälder oder Savannen. Einige von diesen Arten errichten Nester aus Zweigen, die eine Höhe von einem halben Meter erreichen können, andere legen flache Erdnester an.
Die Nahrung besteht überwiegend aus Gräsern und anderer niedriger Vegetation. Aber auch Beeren, Wurzeln und Rinde werden verzehrt.
Die Weibchen können sich das ganze Jahr über fortpflanzen. Pro Wurf bringen sie 1-2 Junge zur Welt.
Lamellenzahnratten gehören zur Familie der Langschwanzmäuse (Muridae)
dazu gehören auch die Unterfamilien:
Zur Unterfamilie der Lamellenzahnratten (Otomyinae) gehören u.a. die Gattungen:
Die Gattung Parotomys besteht aus 2 Arten und lebt in einem dürren, halbwüstenartigen Gebiet an der Südspitze Afrikas. Die Karru-Ratte (Parotomys brantsi) erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 13,5 bis 17 cm und eine Schwanzlänge von 7,5 bis 12 cm. Sie lebt in Kolonien in unterirdischen Gängen. Manchmal baut sie auch ihr Nest aus Zweigen und Gras über der Erde. Sie ist eher tagaktiv. Vermutlich viermal im Jahr bringt das Weibchen jeweils 2-4 Junge zur Welt.
Die Afrikanische Lamellenzahn- oder Ohrenratte (Otomys irroratus) lebt im feuchten Grasland und in Sümpfen von Zimbabwe bis Südafrika. Sie erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 13-20 cm und eine Schwanzlänge von 5-17 cm. Ihr Körper ist plump, der Kopf rund und wühlmausartig und die Ohren klein. Die Ohrenratte ist tag- und nachtaktiv. Sie kann gut schwimmen und tauchen und geht auch ins Wasser, wenn sie sich dadurch drohender Gefahr entziehen kann. Das Nest wird aus Pflanzenmaterial meistens über der Erde gebaut. Teilweise werden auch verlassene Höhlen als Unterschlupf gewählt. Die Nahrung besteht aus Samen, Beeren, jungen Sprossen und Gräsern.