Informationen Krallenaffen

wissenschaftlicher Name: Callitrichidae. Die Krallenaffen sind eine Familie der Neuweltaffen.


Thomas, 1902

  • Englisch: Marmosets and Tamarins
  • Französisch: Callitrichidés
  • Niederländisch: Klauwaapjes
  • Portugiesisch: Callitrichidae
  • Schwedisch: Kloapor
  • Spanisch: Tamarinos y Titíes

  • Teilordnung: Neuweltaffen (Platyrrhini)
  • Unterordnung: Trockennasenaffen (Haplorhini)
  • Ordnung: Primaten (Primates)
  • Unterklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
  • Klasse: Säugetiere (Mammalia)
  • Reihe: Landwirbeltiere (Tetrapoda)
  • Überklasse: Kiefertiere (Gnathostomata)
  • Unterstamm: Wirbeltiere (Vertebrata)
  • Stamm: Chordatiere, Rückensaitentiere (Chordata)
  • Stammgruppe: Neumünder (Deuterostomia)
  • Unterabteilung: Bilateralsymmetrische Tiere (Bilateria)
  • Abteilung: Gewebetiere (Eumetazoa)
  • Unterreich: Vielzeller (Metazoa)
  • Reich: Tiere (Animalia)

Allgemeines

Zu den Krallenaffen gehören 43 Arten. Sie erreichen Kopf-Rumpf-Längen von 11 bis 34 cm, eine Schwanzlänge von 17 bis 44 cm und Gewichte von 100 bis 900 g. Kennzeichnend für diese kleinen Affen sind die Krallen, die sie an allen Fingern und Zehen tragen. Nur die Großzehe hat statt einer Kralle einen Nagel, wie wir ihn von uns Menschen kennen. Das Fell ist seidig und weich. Der Schwanz, der meistens länger als der Körper ist, ist lang und buschig, an den Ohren befinden sich Haarbüschel. Trotzdem der Schwanz sehr lang ist, können die Krallenaffen nicht zum Greifen verwenden.

Die Laute der Krallenaffen erinnern stark an Vogelgezwitscher.

Krallenaffen haben eine Lebenserwartung von bis zu 16 Jahren.

Verbreitung

Die Heimat sind die tropischen Wälder Mittel- und Südamerikas, wobei die meisten Arten im Amazonasbecken leben.

Lebensweise

Krallenaffen leben in Familienverbänden, die entweder aus einer oder zwei Familien bestehen. Sie sind tagaktiv, die Nächte verbringen diese Äffchen in Baumhöhlen. Sie leben monogam und bleiben mit ihren Partnern ein Leben lang zusammen. Die Verbände haben feste Reviere bis zu 50 ha Umfang.

Ernährung

Die Nahrung besteht aus Insekten, Vogeleiern, Früchten, Nektar und Baumsäften.

Fortpflanzung

Bis zu zweimal im Jahr, nach einer jeweiligen Tragzeit von 140 bis 150 Tagen bringen die Weibchen jeweils ein bis 3 Jungen zur Welt, meistens sind es aber Zwillinge. Die Jungen werden nicht nur von den Müttern, sondern auch von den Vätern und den andern Gruppenmitgliedern großgezogen.

Krallenaffen werden mit etwa 12 bis 18 Monaten geschlechtsreif.

Verwandtschaft

Krallenaffen gehören zur Teilordnung der Neuweltaffen (Platyrrhini)
dazu gehören auch die Familien:

  • Kapuzinerartige (Cebidae)
  • Nachtaffen (Aotidae)
  • Klammerschwanzaffen (Atelidae)
  • Sakiaffen (Pitheciidae)

Systematik

Zur Familie der Krallenaffen (Callitrichidae) gehören die Gattungen:

  • Schwarzkronen-Seidenäffchen (Callibella) mit einer Art
  • Springtamarin (Callimico) mit einer Art
  • Büschelaffen (Callithrix) mit 6 Arten
  • Zwergseidenäffchen (Cebuella) mit einer Art
  • Löwenäffchen (Leontopithecus) mit 4 Arten
  • Seidenäffchen (Mico) mit 13 Arten
  • Tamarine (Saguinus) mit 17 Arten

Status

Der Lebensraum vieler Krallenaffen-Arten ist durch Abholzung der Regenwälder stark gefährdet. Am heftigsten leiden die Löwenäffchen unter dieser Maßnahme durch die Menschen.


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foto Goldgelbes Loewenaeffchen Goldgelbes Loewenaeffchen
Goldgelbes, Rötel- oder Großes Löwenäffchen
wissenschaftlicher Name: Leontopithecus rosalia. Das Goldgelbe Löwenäffchen gehört zur Familie der Krallenaffen
foto Lisztaffe Lisztaffe
Lisztaffe oder -äffchen
wissenschaftlicher Name: Saguinus oedipus. Der Lisztaffe gehört zur Familie der Krallenaffen


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