Infos zu den Kammratten
Die Kammratten werden auch Tukotukos genannt, weil sie ihre Rufe, die bis 20 Sekunden andauern können, ähnlich anhören, wie die Lautfolge "tukotukotuko ...". Sie werden etwa 23-33 cm lang und etwa 700 g schwer. Der Körper ist stämmig und gedrungen, der Kopf groß mit kleinen Ohren und einer stumpfen Schnauze, der Schwanz kurz und die Beine kräftig. Die Beine sind gut an das grabende Leben angepasst. Die Nagezähne sind auffallend mächtig und ständig sichtbar. Die Farbe des Fells wechselt von dunkelbraun bis zum sahnigen hellbraun.
Kammratten leben in südlichen Südamerika. Dort bewohnen sie überwiegend karge, trockene Gebiete.
Kammratten sind nachtaktive Wühler. Den größten Teil ihres Lebens verbringen sie unter der Erde. Um ihre Nestkammern herum legen die Kammratten eine Unmenge von Erdgängen an, die sehr flach verlaufen. Große Flächen können total untertunnelt sein, weil die Tiere oft sehr dicht beieinander leben. Die lose Erde schaffen die Kammratten mit den Hinterfüßen aus dem Bau.
Die Kammratten ernähren sich von dem Pflanzenwuchs ihrer Umgebung, der meistens aber sehr ärmlich ausfällt. Wurzeln, Knollen und Pflanzenstengel werden dabei bevorzugt. Während der Regenzeiten legen sie Vorräte in Speicherkammern an, damit sie extreme Trockenzeiten überstehen können.
Die Paarungszeit liegt im Winter und Frühjahr. Die Weibchen bringen dann nach einer Tragzeit von ca. 15 Wochen 2-5 gut entwickelte Junge zur Welt.
Kammratten gehören zur Ordnung der Nagetiere (Rodentia)
dazu gehören auch die Familien der Meerschweinchenverwandten:
Zur Familie der Kammratten (Ctenomyidae) gehört nur eine Gattung:
Ctenomys lewisi lebt als einzige Art an Flussufern. Sie geht sehr gerne ins Wasser, ihre Baue legt sie auch an den Flussufern an.
Der Knight-Tukotuko (Ctenomys knighti) erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 17-25 cm und eine Schwanzlänge von 6-11 cm. Sein Lebensraum ist das Grasland in Ostargentinien.