Informationen Hundskopfaffen

wissenschaftlicher Name: Cynopithecidae. Hundskopfaffen sind eine Familie der Primaten


Infos zu den Hundskopfaffen

  • Überfamilie: Tier- oder Hundsaffen (Cercopithecoidea)
  • Teilordnung: Altwelt- oder Schmalnasenaffen (Catarrhina)
  • Unterordnung: Affen (Anthropoidea)
  • Ordnung: Primaten (Primates)
  • Unterklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
  • Klasse: Säugetiere (Mammalia)
  • Unterstamm: Kiefertiere (Gnathostomata)
  • Stamm: Chordatiere, Rückensaitentiere (Chordata)
  • Unterabteilung: Neumundtiere (Deuterostomia)
  • Bilateria

Allgemeines

Die Hundskopfaffen haben eine kräftige Schnauzenpartie, die ein wenig an einen Hund erinnert. Die Ähnlichkeit wird deutlicher, wenn die Tiere beim Drohen oder bei einem Angriff ihre kräftigen und spitzen Eckzähne zeigen. Es gibt baumbewohnende, aber auch bodenbewohnende Arten. Sie bewegen sich auf allen Vieren fort. Hin und wieder aber richten sie sich auch zum kurzfristigen Zweibeinergang auf.

Viele Arten haben in der Gesäß- und Genitalregion auffällige nackte Hautpartien. Einige Arten haben teilweise recht imposante Mähnen an Hals, Schulter und Rücken, eine Schwanzquaste und Bärte.

Verbreitung

Die Lebensräume sind recht unterschiedlich. Sie leben in finsteren Wäldern, sonnigen Steppen und sogar auf glutheißen Felsplateaus von Westafrika bis zu den Inseln Südostasiens und Japan. Auf den Felsen Gibraltars, im ewigen Schnee der Wälder des Himalaja, in den Bambusdickichten Malaysias, in den Urwäldern des Kongogebietes und den Grassavannen von Mittel- und Südafrika trifft man die Tiere an.

Verwandtschaft

Hundskopfaffen gehören zur Teilordnung der Altweltaffen (Catarrhina)
dazu gehören auch die Familien der Tieraffen:

  • Meerkatzen (Cercopithecidae)
  • Schlank- oder Blätteraffen (Colobidae)
  • Hundskopfaffen (Cynopithecidae)

und die Familien der Menschenartigen:
  • Echte Menschen (Hominidae)
  • Gibbons (Hylobatidae)
  • Menschenaffen i.w.S. (Pongidae)

Systematik

Zur Familie der Hundskopfaffen (Cynopithecidae) gehören die Gattungen:

  • Makaken (Macaca)
  • Drills (Mandrillus)
  • Paviane (Papio)
  • Dscheladas (Theropithecus)

Gattungen und Arten

Die Gattung der Makaken (Macaca) ist mit 15 Arten die artenreichste Gattung der Hundskopfaffen. Ihr Verbreitungsgebiet ist nicht sehr groß. Sie leben auf Gibraltar und von Nordwestafrika bis Südasien. Der Körperbau der kräftigen Tiere ist gedrungen. Sie erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge von bis zu 76 cm, eine Schwanzlänge von bis zu 60 cm und ein Gewicht von bis zu 15 kg. Bei allen Arten sind die Gesäßschwielen meisten rötlich. Besonders bei älteren Männchen wirkt das Gesicht durch die stark hervortretenden Überaugenwülste mürrisch und herrisch.

Der Bären- oder Stummelschwanzmakak (Macaca arctoides) lebt von Burma, Südchina bis Malaysia. Als Lebensraum bevorzugt er Wald und Gebirge. Der Bärenmakak ist ein Boden- und Baumbewohner. Er erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 50-70 cm, eine Schwanzlänge von 4-10 cm, eine Schulterhöhe von etwa 45 cm und ein Gewicht von 5-15 kg. Das Gesicht des Bärenmakaken ist rötlich gesprenkelt und läuft bei Kälte bläulich an. Der kurze Schwanz wird dauernd zur Seite gewandt und ist etwas abgeflacht. Wenn der Bärenmakak einen Artgenossen freundlich begrüßt, dreht er sich um, zeigt seine Kehrseite und wackelt mit dem Stummelschwanz, der meistens nackt ist. Das Fell ist dicht und lang und hat ein rötliche bis goldbraune Farbe. Leider ist von der Lebensweise in der freien Natur nicht viel bekannt. Sie sollen in großen Gruppen, hauptsächlich im Winter, über Dörfer und Städte herfallen und verheerende Raubzüge ausführen. Sie sollen aber auch im tiefen Schnee nach Wurzeln und anderer pflanzlicher Kost graben. Ansonsten besteht die Nahrung aus Blättern, Früchten, Wurzeln und Knollen. Normalerweise stopft er soviel Essbares wie möglich in seine beiden Backentaschen und verzehrt es erst später.

Der Rotgesichts- oder Japanmakak (Macaca fuscata) ist der nächste Verwandte des Bärenmakaken. Er lebt auf den Japanischen Inseln um Kioto. Als Lebensraum bevorzugt er den Wald. Der Rotgesichtsmakak ist ein Boden- und Baumbewohner. Er erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von rund 47-75 cm, eine Schwanzlänge von 7-30 cm, eine Schulterhöhe von etwa 45 cm und ein Gewicht von 8-18 kg. Das Gesicht ist gleichmäßig rot gefärbt. Das Fell ist an der Oberseite des Körpers rötlichbraun und an der Unterseite grau. Der Rotgesichtsmakak ist der am nördlichsten lebende Affe der Welt. Im Winter ist sein Lebensraum regelmäßig von einer bis zu 1,50 m dicken Schneedecke bedeckt. Gerade im Winter sucht er vulkanisch erhitzte Teiche auf um sich darin aufzuwärmen und zu reinigen. Im Winter besteht die Nahrung aus Wurzeln und Knospen, die der Rotgesichtsmakak ausgräbt oder sogar nur aus Baumrinde. Die Trupps leben in Territorien von 2-15 km² Größe. Es gibt Trupps, die etwa 600 Tiere umfassen, diese führen ein intensives Gesellschaftsleben. Die meisten Trupps sind aber nur 30 bis 150 Tiere stark. Sie führen mehr ein Einzelgängerleben. Die Rudelführung wechselt ständig, da die kräftigen, jungen Männchen (die die Rudel anführen) ihre Rangstufe durch spielerisch-sportliche Tests wie Ringen, "Kriegen-Spielen" u.ä. entschieden wird. Die Körperlichen Fähigkeiten ändern sich in den ersten drei bis vier Lebensjahren ständig, so dass sich die Rangstufe erst mit etwa sechs Jahren stabilisiert. Bei einem Marsch halten sich die Jungen, die Weibchen und die älteren Männchen in der Mitte auf. Die Rudelführung und die Schlusssicherung übernehmen dann die jungen erwachsenen Männchen. Die Nahrung besteht aus Nüssen, Beeren, Knospen, Blättern und Rinde. Nach einer Tragzeit von 6-7 Monaten bringt das Weibchen ein Junges zur Welt.

Der Tibetanische Bärenmakak (Macaca thibetana) lebt von Tibet bis China. Als Lebensraum bevorzugt er den Gebirgswald. Der Tibetanische Bärenmakak ist teilweise Bodenbewohner und ein Allesfresser. Er erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 60, eine Schwanzlänge von 6 cm und ein Gewicht von bis zu 12 kg. Das Fell ist braun.

Der Bartaffe, Wanderu oder Indischer Bartaffe (Macaca silenus) lebt in den asiatischen Gebieten, die der afrikanischen Küste gegenüberliegen, und zwar in den Western Ghats von Panjim (früher Goa) bis zum Kap Comorin. Sein Lebensraum ist der dichte, immergrüne und möglichst einsame Urwald zwischen 600 und 1100 m Höhe. Der Bartaffe ist ein Boden- und Baumbewohner. Er erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 46-61 cm, eine Schwanzlänge von 25-38 cm und ein Gewicht von ca. 6,8 kg. Die Weibchen sind kleiner. Das Fell ist glänzend schwarz. Von der Stirn kommend umrahmt eine hellgraue Mähne das Gesicht. Unter dem Kinn läuft die Mähne in einem langen zweizipfeligen Rauschebart aus. Der Schwanz trägt eine Quaste. Die Trupps umfassen 10-20 Tiere. Überwiegend bewegt sich der Bartaffe in den Baumkronen fort. Es werden aber auch häufig Strecken am Erdboden eingeschoben. Der Bartaffe lässt sich in Gefangenschaft problemlos halten und züchten. Dadurch, dass der Urwald immer mehr durch den Menschen zerstört wird, ist der Lebensraum des Bartaffen sehr stark geschrumpft. Heute steht er auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten.

Der Schweinsaffe (Macaca nemestrina) lebt auf den Mentawi-Inseln westlich von Sumatra, auf den Andamanen, auf Sumatra, der malaiischen Halbinsel und in Südthailand. Er liebt den nassen Wald. Er ist ein Boden- und Baumbewohner. Der Schweinsaffe gehört zu den größten Makaken. Die Männchen erinnern stark an Paviane und erreichen ein Gewicht von bis zu 13 kg. Ansonsten erreicht der Schweinsaffe eine Kopf-Rumpf-Länge von 47-60 cm und eine Schwanzlänge von 13-24 cm. Der nackte Schwanz, der allerdings bei der burmesischen Art behaart ist oder sogar eine kleine Quaste trägt, wird in Schweinemanier getragen, daher auch sein Name. Das Fell ist weich und glänzt im zarten gelbgrün. Über den Augen befinden sich stark ausgebildete Überaugenwülste. Zur Begrüßung schiebt der Schweinsaffe seine Lippen breit vor und zieht die Augenbrauen hoch. Wenn ein Mensch diese Geste nachahmt, wird sie von den Affen richtig gedeutet. Schweinsaffen werden im malaiischen Dschungel traditionell zum Herunterholen von Früchten, Blumen und Blättern der bis zu 40 m hohen Urwaldbäumen abgerichtet. Die Nahrung des Schweinsaffen besteht aus Früchten, Blättern, Getreide, Insekten und kleinen Tieren.

Der Indische Hutaffe (Macaca radiata) lebt in Indien, genauer an der Westküste von Kap Comorin bis nach Bombay und an der Ostküste bis zum großen Godavari-Fluss. Als Lebensraum bevorzugt er den Wald, Waldrand und die Randbezirke von Dörfern und Städten. Der Indische Hutaffe ist ein Boden- und Baumbewohner. Er erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 35-60 cm, eine Schwanzlänge von 48-70 cm und ein Gewicht von 3,7 bis 9 kg. Das Weibchen ist deutlich kleiner und erreicht nur ein Gewicht von 4 kg. Auf dem Kopf befindet sich eine Art Wirbel aus langen, dunklen Haaren in der Kopfmitte, die nach außen weisen. Zur Stirn hin sind sie gescheitelt und machen einen geordneten Eindruck. Das Fell ist helloliv bis dunkelbraun. Der Unterkörper ist dabei etwas heller. In den heißen Monaten wird das Fell schäbig grau und verliert seinen Glanz. Zur Monsunzeit erhält das Fell wieder seinen glänzenden, olivbraunen Schimmer. Das Gesicht ist nackt und blass. Die Trupps umfassen 20-30 Tiere und plündern gerne die Felder und Plantagen. Die kräftigsten Männchen bilden eine Art Ältestenrat und arbeiten bei Gefahr, Streitereien u.ä. zusammen. Die Territorien umfassen meistens um die 5 km² und können sich überlappen. Die Nahrung besteht aus Früchten, Blättern, Getreide und Insekten. Nach einer Tragzeit von etwa 4,5 Monaten (meisten im Februar bis April) bringt das Weibchen ein Junges zur Welt. Mit etwa 2-3 Jahren werden die Tiere geschlechtsreif. Die Lebenserwartung liegt bei 15-20 Jahren, in Gefangenschaft liegt der Rekord bei 30 Jahren.

Der Ceylon-Hutaffe (Macaca sinica) ist der direkte Verwandte des Indischen Hutaffen und lebt auf Ceylon und ist etwas kleiner und leichter als der Indische Hutaffe. Der Ceylon-Hutaffe ist ein Boden- und Baumbewohner. Er erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 43-53 cm, eine Schwanzlänge von 47-62 cm und ein Gewicht von 3,6 bis 5,7 kg. Auf dem Vorderkopf befindet sich ein Haarschopf, dessen Spitzen sich nach außen krümmen. Dadurch wirkt die "Frisur" meistens ungepflegt. Außerdem befinden sich häufig auf den Wangen ausgeprägte Haarwirbel. Seine Nahrung besteht aus Früchten, Blättern, Getreide und Insekten. Ansonsten gleicht das Aussehen, die Lebensweise und die Fortpflanzung dem Indischen Hutaffen.

Der Javaneraffe oder Krabbenfresser (Macaca fascicularis oder Macaca irus) lebt am Golf von Bengalen und in einem weiten Bereich der indomalaiischen Inselwelt. Als Lebensraum bevorzugt er Waldrand, Sumpf, Flussufer und Küstenwald. Der Javaneraffe ist ein Boden- und Baumbewohner. Er erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 38-65 cm, eine Schwanzlänge von 40-66 cm und ein Gewicht von 4,5 bis 6,2 kg. Das Fell ist olivfarben, und lässt auf dem Scheitel kahle Flecken frei. Von diesen Kahlstellen ziehen sich dichte Haare zu den Augenbrauen, den Ohren und dem Hals. Der Javaneraffe hat eine Vorliebe für Wasser, er taucht sogar mit offenen Augen. Die Nahrung besteht aus Pflanzenfrüchten, Blättern, Sprossen, Kleinsäugern, Eidechsen, Fröschen und Insekten. Eine beliebte Speise stellen Krabben, daher auch der Name Krabbenfresser. Die Tragzeit beträgt etwa 165 Tage. Geschlechtsreif werden die Tiere mit 3-5 Jahren. Der Javaneraffe ist in Gefangenschaft leicht zu halten, er erweist sich sogar als genügsamer Kostgänger. Oft ist er mit trockenem Brot zufrieden zu stellen.

Der Magot, Berberaffe oder Stummelschwanzaffe (Macaca sylvana) ist der einzige Affe, der in Europa frei lebt und ist gefährdet. Er lebt auf den Felsen von Gibraltar, wobei er felsige Schluchten bevorzugt. Das ist das britische Gebiet im Süden Spaniens. Es gibt dort zwei Horden. Die eine lebt auf den oberen Partien des Felsen und sind noch fast wild, die andere lebt zwischen dem Gipfel und dem Hafen und haben sich im Verhalten stark an die Touristen und die Stadtbewohner angepasst. Er lebt aber auch in den nordwestafrikanischen Gebirgen. Der schwindende Bestand der Magots in Gibraltar wird immer wieder durch eingeführte Affen aus Marokko und Algerien aufgestockt. Es gibt da nämlich eine Spruchweisheit: Gibraltar bleibt so lange englisch, wie die Magots noch den Felsen bevölkern. Der Magot ist ein Boden- und Baumbewohner. Er erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 50-75 cm, eine Schulterhöhe im Vierfüßlerstand von etwa 50 cm und ein Gewicht von 11-15 kg, wobei die Männchen größer sind als die Weibchen. Ein Schwanz ist nicht vorhanden. Der Kopf ist rund und die Schnauze kurz. Er übersteht Temperaturen von -10°C ohne Schwierigkeiten, er ist sehr klimafest. Der Magot kann ein Alter von mehr als 20 Jahren erreichen. 1763 hat Staatsminister von Schlieffen eine Herde Magots in einem Park bei Kassel (Wildhausen) ausgesetzt, die sich auch erfolgreich angesiedelt hatten. Sie wurden ganzjährig gefüttert und vermehrten sich sogar. Rund 20 Jahre später wurde ein Magot von einem Hund gebissen, der Tollwut hatte. Die Hordengenossen kamen ihm zu Hilfe und wurden auch gebissen. Da sie als mögliche Tollwutüberträger galten, wurde die ganze Horde abgeschossen. Heute erinnert ein Gedenkstein im Park von Wildhausen an diese Begebenheit. Wie bei anderen Affen auch, hat der Magot eine ausgeprägte Gesichtsmimik. Dabei treten rasche Lippenbewegungen, Zähneklappern, Stirnrunzeln und Warn- und Zärtlichkeitslaute auf. Früh morgens kommen die Tiere aus ihren Felsenschlupfwinkeln hervor und beginnen mit den Plünderungszügen durch Gärten und Parks, Felder und Wälder unter Führung von alten Männchen. Hier finden sie die übliche Gemischtkost aus pflanzlicher und tierischer Nahrung. Weil die Magots während des ersten Weltkrieges zu dreist wurden, hatte man damals in Erwägung gezogen, sie aus Gibraltar zu verbannen. Aber die Mehrheit war dagegen. So wurde unter Aufsicht ein neuer Dienstgrad eingeführt, der Affenoffizier. Den Tieren wurden die beiden oben erwähnten Reviere zugeteilt, die sie normalerweise nicht verlassen sollen. Auch wurde die Anzahl auf 40 Tiere reduziert - damals waren es über 200. Seine Nahrung sucht er in Bäumen und auch auf dem Boden. Die Nahrung besteht aus Gras, Blätter, Beeren, Früchten, Wurzeln, Insekten und Spinnen. Meistens zwischen Mai und September nach einer Tragzeit von 7 Monaten bringen die Weibchen 1, selten sogar 2 Junge zur Welt. Bei der Geburt haben sie ein schwarzes Fell, das dann langsam in das Rötlichbraun der Erwachsenen umfärbt. Die rötlichen Gesäßschwielen werden bei der Umfärbung deutlicher und die nackten Gesichtspartien werden lederfarben weiß. In den ersten Tagen nach der Geburt helfen die Männchen den Weibchen bei der Versorgung der Jungen und tragen sie herum. Insgesamt werden die Jungen 3 Monate gesäugt, insgesamt bleiben sie mindestens 6 Monate bei der Mutter.

Der Mohrenmakak (Macaca maura) lebt auf der Insel Celebes und auf einigen kleinen Nachbarinseln. In der Körpergröße und seiner Gestalt ähnelt der Mohrenmakak dem Magot. Der Schwanz besteht nur noch aus einem knopfartigen Stummel. Über das Leben in der Freiheit ist leider nichts bekannt. In Gefangenschaft ist der Mohrenmakak ein leichter und problemloser Pflegling. Er erkennt seinen Pfleger und sympathische, freundliche Menschen. Wenn ihm ein Mensch unsympathisch ist, oder er stört, dann wirft der Makak mit Sand und Steinen nach ihm.

Der Schopfmakak (Macaca nigra) ist eng mit dem Mohrenmakak verwandt. Er lebt auf der Nordhalbinsel von Celebes. Als Lebensraum bevorzugt er den Wald. Der Schopfmakak ist ein Allesfresser. Er erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 55-60 cm und ein Gewicht von bis zu 10 kg. Er hat einen auffälligen, nach hinten weisenden Haarschopf auf dem Kopf und Knochenwülste parallel zur Nase. Der Schwanz ist nur knopfartig klein. Das Fell ist schwarz und dicht. Der Schopfmakak hält sich gerne im Wald auf, und hier am liebsten in den Baumkronen.

Der Rhesusaffe (Macaca mulatta) bewohnt ein gewaltiges Gebiet, von Afghanistan über Tibet bis Sichuan, von Vorderindien bis Südchina und Siam. Als Lebensraum bevorzugt er häufig offenes Gebüsch, Parkanlagen von Tempeln oder Städten und den Waldrand und Lichtungen vom Dschungel. Der Rhesusaffe ist ein Boden- und Baumbewohner. Er erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 45-64 cm, eine Schwanzlänge von 19-30 cm und ein Gewicht von 5-10 kg. Das Fell ist meistens gelblichbraun, wobei die Unterseite des Körpers heller ist. Das Gesicht ist nackt, meistens fleischfarben oder gelblich. Mit steigendem Alter werden die Männchen den Pavianen immer ähnlicher. Dazu tragen aber auch die gewaltigen Eckzähne und die breiten Schultern kräftig bei. Der Schwanz ist halblang. Der Rhesusaffe ist witzig, klug und listenreich. In Indien plündert er Läden und Fruchtstände. Bei Zügen fingert er durch die vergitterten Abteilfenster. Kleine Trupps dringen sogar in Häusern ein um dort zu naschen und zu plündern. Selbst im indischen Parlamentsgebäude in Delhi geschieht es immer wieder. Die Nahrung besteht aus Früchten, Knospen, Pflanzentrieben, Insekten, Fröschen und Kleinsäugern. Droht Gefahr, flüchtet der Rhesusaffe nicht über das Geäst der Bäume. Auf Bäumen äsende Tiere lassen sich dann unter lautem Signalrufen zu Boden fallen und die ganze Herde jagt dann am Erdboden davon. Der Rhesusaffe liebt das Wasser, er kann sehr gut schwimmen und tauchen. Die Fortpflanzung ist mit dem Monsunklima gekoppelt. Die meisten Geburten erfolgen in der Vormonsunzeit von März bis Juni. Der zweite, wenn auch schwächere Geburtenschub erfolgt dann kurz nach dem Monsun im September bis Oktober. Nach einer Tragzeit von 7 Monaten bringt das Weibchen 1 Junges zur Welt. Bei den Jungtieren stehen die großen Ohren ab und das Gesicht ist nackt und runzelig. Die Mutter pflegt ihr Junges mit wahrer "Affenliebe". Bei drohender Gefahr verteidigen die Männchen unter Alarm- und Drohrufen die Familie bzw. die Horde. Dabei beweisen sie sogar große Unerschrockenheit. Rhesusaffen lassen sich leicht in Gefangenschaf halten und züchten.

Der Bergrhesus oder Assam-Makak (Macaca assamensis) lebt in den Bergwäldern von Assam, Nordburma, Tonkin und Bhutan. Er lebt dort in Höhen von bis zu 2000 m. Bestimmte Bergkuppen werden gerne als Territorium behauptet. Sie sollen dabei auf Eindringlinge, Tier wie Mensch, mit Steinen herabwälzen. Der Bergrhesus ist ein Boden- und Baumbewohner. Er erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 53-68 cm, eine Schwanzlänge von 19-38 cm und ein Gewicht von 6-8 kg. Das Fell zeigt unterschiedliche Schattierungen zwischen gelb und dunkelbraun. Das Gesicht und der Damm sind nackt und bei den Alttieren rot. Die Nahrung besteht aus Früchten, Blättern, Getreide, Insekten und kleinen Tieren.

Der Formosarhesus oder -makak (Macaca cyclopis) lebte einst in den baulosen Gebirgen der Insel Formosa. Heute lebt er zwar immer noch auf dieser Insel, ist aber auf die felsigen Strandzonen zurückgedrängt. Der Formosarhesus ist ein Boden- und Baumbewohner. Er erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 56 cm. Das Fell ist dunkelbraun. Einst zogen sie plündernd durch die Plantagen der Niederungen, heute ernähren sie sich, zusätzlich zur pflanzlichen Kost, teilweise von Krabben, Schnecken und Fischen.

Der Tonkimakak (Macaca tonkeana) lebt in Sulawesi. Als Lebensraum bevorzugt er den Wald. Der Tonkimakak ist ein Allesfresser. Er erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von etwa 60 cm. Ein Schwanz ist nicht vorhanden. Das Fell ist schwarz, wobei der Rumpf und die Wangen hellbraun sind.

Die Gattung der Paviane (Papio) besteht aus 5 Arten und lebt in Afrika und Südarabien. Das hundeartige und mürrisch wirkende Gesicht wird umrahmt von einer bart- oder mähnenartigen Haarbildung. Ältere Männchen haben oft lange, majestätische Hals-, Schulter- und Rückenmähnen. Paviane sind ausschließliche Bodenbewohner, nur bei größter Gefahr flüchten sie schon mal auf Bäume und Felserhöhungen. Der Lauf ist ein merkwürdiger Galopp, bei dem es so scheint, als wenn das Hinterteil nicht zu dieser Fortbewegungsart passt. Bei diesem Galopp wird der körpernahe Teil des Schwanzes aufgerichtet, das restliche Dreiviertel hängt im Bogen zum Boden herab. Ein Trupp umfasst im Schnitt 30-50 Tiere, hin und wieder kommen aber auch Trupps mit bis zu 200 Tieren vor. Wenn sich ein Feind, z.B. Löwe, Leopard oder Mensch, einer Horde nähert, lässt der Entdecker einen bellenden, weithin hörbaren Alarmruf los. Die ganze Horde flüchtet, notfalls auf die nächsten Bäume oder Felsvorsprünge. Vom sicheren Zufluchtsort aus schimpfen sie zeternd und drohend um Angreifer herab. Ein einzelner Räuber wird sogar angegriffen und kann sogar schwer verletzt werden, dank dem furchtbaren Gebiss und die große Muskelkraft der Pavian-Männchen. Die Nahrung besteht aus Gras, Insekten, Reptilien, Kleinsäuger, Honig und fette Bienenlarven. Paviane haben einen ausgeprägten Sinn, unterirdisches Wasser zu wittern. Wenn sie Wasser gewittert haben, wird danach gegraben und getrunken. Paviane sind sogar in der Lage, junge Gazellen, Antilopen und Hasen zu jagen. Dabei lösen sich die Männchen bei der Hetzjagd ab, bis das Beutetier ermüdet oder in die Enge getrieben worden ist. So eine Jagd kommt nicht selten vor.

Der Mantelpavian oder Hamadrya (Papio hamadryas) lebt in Äthiopien, Somaliland und in Südarabien. Als Lebensraum bevorzugt er felsige Gebiete mit nur spärlichem Pflanzenwuchs. Der Mantelpavian ist ein Bodenbewohner. Er erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 50-95 cm, eine Schwanzlänge von 40-61 cm und ein Gewicht von 9,9 bis 16,9 kg. Das Kennzeichen dieser Art ist die füllig ausgeprägte, silbergraue Mähne um Kopf und Vorderkörper bei den Männchen. Die Weibchen sind kürzer behaart und meistens von olivbrauner Farbe. Auch die jungen Männchen haben erst ein bräunliches Fell, das dann mit der wachsenden Mähne in das bekannte silbergrau übergeht. Das Gesicht ist hell fleischfarben, in Gefangenschaft blasst es ab. Das gilt auch für die leuchtendroten und prall mit Fettgewebe gefüllten Gesäßschwielen der Männchen. Die Weibchen haben weniger auffällige Sitzschwielen, aber zur Brunstzeit schwillt der Genitalbereich enorm an und erhält eine leuchtendrote Farbe. Tagsüber halten sich die Mantelpaviane in kleinen Trupps auf. Dabei sammelt ein Männchen 7-9 Weibchen mit ihren Jungen um sich. Nachts versammeln sich dann mehrere Familien in schützenden Felsgebieten zu so genannten Schlafrudeln, die dann bis zu 700 Tiere umfassen können. Da die Nahrungsbeschaffung im Lebensraum vom Mantelpavian etwas schwieriger ist, hat er eine Art Notlösung entwickelt. In Gemeinschaftsarbeit werden Felsen umgedreht, um die Insekten, Kriechtiere u.ä., die sich darunter aufhalten zu erbeuten. Ansonsten besteht die Nahrung aus Grassamen, Wurzeln und Knollen. Nach einer Tragzeit von 170-175 Tagen bringt das Weibchen 1, manchmal sogar 2 Junge zur Welt. Der Mantelpavian ist auch der am häufigsten in Zoos gezeigte Pavian.

Der Grüne oder Anubis-Pavian (Papio anubis) hat seinen zweiten Namen aus der Antike. Der Name weist auf seine Rolle als Begleiter des ägyptischen Gott Anubis hin. Er lebt vom Senegal östlich bis Nordzaire, Äthiopien, Kenia, Uganda und Nordtansania. Als Lebensraum bevorzugt er dabei die Savanne. Er erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von bis zu 1 m, eine Schwanzlänge von 45-75 cm und ein Gewicht von bis zu 25 kg. Das Fell ist olivgrün. Ein Horde besteht im Durchschnitt aus etwa 60 Tieren. Der Grüne Pavian hat eine enorme Anpassungsfähigkeit. So wurde im Züricher Zoo folgendes beobachtet: Außerhalb der Reichweite seiner Arme eines Grünen Pavians befand sich ein Wassergraben, aus dem er trotzdem regelmäßig trank. Hierzu drehte er sich um, ließ sich an den Armen hängend herab und tauchte seinen Schwanz in das Wasser. Nachdem er sich wieder hochgezogen hatte, saugte er das Wasser aus seinen Schwanzhaaren. Diese Aktion wiederholte er so lange, bis sein Durst gestillt war. Die Nahrung besteht aus Gras, Samen, Wurzeln, Blättern, Früchten, Rinde, Insekten, Wirbellosen, Vogeleiern, jungen Vögeln, Eidechsen und jungen Säugetieren, wie z.B. Antilopen und Lämmer. Nach einer Tragzeit von etwa 187 Tagen bringt das Weibchen 1, selten 2 Junge zur Welt. Erst klammert sich das Junge am Bauch der Mutter fest, dann mit etwa 4-5 Monaten setzt es sich auf den Rücken der Mutter. Entwöhnt wird es dann mit 7-9 Monaten.

Der Bärenpavian, Tschakma oder Chacma (Papio ursinus) lebt von Angola, Zambia bis Südafrika. Als Lebensraum bevorzugt er die Savanne und Felslandschaften. Er erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von bis zu 1 m, eine Schwanzlänge von 40-75 cm und ein Gewicht von 30 kg, gehört somit zu den größten Pavianen. Das Fell ist dunkel schwarzgrün bis grünbraun. Die Hände, Füße und das Gesicht sind schwarz, wobei im Gesicht, die Augenlider hell sind. In ihrer Heimat werden Bärenpaviane zum Hüten von Ziegen oder Schafen dressiert. Dazu werden Bärenpavianweibchen mit einer Ziegenherde in einen Kral gesperrt. Nach einigen Tagen bewachten und ordneten sie die Ziegen so, als ob die Pavianweibchen die Herren in einer wohlgegliederten Paviangruppe wären. Die Paviane bemühten sich sogar um die Neugeborenen und fügten sie in den sozialen Verband ein. Ein Weibchen soll sich sogar die Zugehörigkeit von fast 20 Junglämmern (sie bleiben tagsüber im Kral) zur jeweiligen Mutter gemerkt haben. Sie brachte immer das richtige Lamm zur richtigen Mutter. Die Nahrung besteht aus Blättern, Früchten, Insekten, kleinen Wirbellosen, Eidechsen, Vögeln und jungen Säugetieren. Nach einer Tragzeit von 175-193 Tagen bringt das Weibchen 1, ganz selten auch 2 Junge zur Welt. Das Junge wird ca. 8 Monate lang gestillt.

Der Gelbe Pavian, Babuin, Gewöhnlicher oder Steppenpavian (Papio cynocephalus) lebt von Äthiopien bis Südafrika und Angola. Als Lebensraum bevorzugt er offene Savannen, Buschsteppen und lockere Waldgebiete. Der Gelbe Pavian ist ein Bodenbewohner. Er erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 56-100 cm, eine Schwanzlänge von 42-60 cm und ein Gewicht von 12-25 kg. Die Fellfarbe reicht von graugrün bis gelblichbraun. Bei den ausgewachsenen Männchen befinden sich über den Schultern längere Haare. Über den Hüften ist ein leuchtendschwarzer Hautfleck. Das Gesicht ist nackt und schwarz, an der Schnauze der männlichen Alttiere sind seitliche Wülste. Die Nahrung besteht aus Gras, Früchten, Samen, Getreide, Insekten, Hasen und jungen Huftieren. Offensichtlich lassen sich auch die Gelben Paviane, wie die Bärenpaviane, zu Wächterdiensten abrichten.

Der Guinea- oder Sphinx-Pavian (Papio papio) lebt vom Senegal bis Sierra Leone. Als Lebensraum bevorzugt er die Waldsavanne. Der Guinea-Pavian ist ein Bodenbewohner. Er erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 69 cm und eine Schwanzlänge von 56 cm. Das Fell ist braun, das Gesicht bräunlichrot. Die Nahrung besteht aus Gras, Früchten, Samen, Getreide, Insekten und kleinen Tieren.

Die Gattung der Drills (Mandrillus) ist auffällig gefärbt und sieht den Pavianen ähnlich. Als Lebensraum bevorzugen die Drills die Wälder. Sie sind zwar Bodenbewohner, halten sich aber auch hin und wieder mal in den Bäumen auf. Die Drills erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge von gut 45-95 cm, eine Schwanzlänge von 6-12 cm und ein Gewicht von 50 kg! Der Schwanz wird meistens steil hochgestellt getragen. Die Gesäßschwielen sind bei beiden Arten bläulich-rot gefärbt. Die Sitzschwielen der älteren Männchen haben enorme Ausmaße. Die Schwielen der Weibchen und Jungtiere sind kleiner und weniger bunt. Die Gesichter der Jungtiere sind bei beiden Arten erst hell, färben sich mit zunehmendem Alter in die entsprechende Färbung um. Drills haben ein Verhalten entwickelt, das fälschlicherweise als Lüsternheit oder sogar Homosexualität angesehen wird. Es dient aber zur Bestätigung zur Stellung in der Rangordnung. Hierzu präsentiert das untergestellte Männchen seine Sexualregion. Das ranghöhere Männchen reitet nur "formal" auf. Es kommt hierbei nicht zum Akt. Drills sind Angreifern gegenüber sehr mutig, lassen sich nicht so leicht einschüchtern. Zum Drohen spreizt das Männchen beide Arme nach oben ab, senkt dabei den Kopf ein wenig und entblößt seine dolchartigen Eckzähne. Zeigt diese Geste noch keine Wirkung, kommt Stufe zwei. Hierbei springt der Drill auf und ab lässt noch weitere leuchtende Farbflecken an Händen, Füßen und der Brust erstrahlen. Wenn es dann wirklich zum Kampf kommt, zeigt sich die enorme Kraft und Wildheit, die dem eines Gorillas gleich kommt.

Der Drill (Mandrillus leucophaeus) lebt in Südostnigeria und Westkamerun, gilt aber als bedroht. Er erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 45-90 cm, eine Schwanzlänge von 6-12 cm und ein Gewicht von bis zu 50 kg! Die Oberseite des Körpers ist schwarzbräunlich bis dunkeloliv, der Bauch ist blau bis violett und nackt. Das Gesicht ist schwarz, beiderseits der Nase befinden sich Längsstriemen, die ebenfalls schwarz sind. Umrahmt wird das Gesicht durch weiße Haare. Die Nahrung besteht aus Früchten, Samen, Pilzen, Wurzeln, Insekten, kleinen Wirbellosen und Wirbeltieren. Nach einer Tragzeit von ca. 7 Monaten bringt das Weibchen 1 Junges zur Welt.

Der Mandrill (Mandrillus sphinx) lebt in Südkamerun, Gabun und Kongo. Er erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 55-95 cm, eine Schwanzlänge von 7-10 cm und ein Gewicht von 11,5 bis 25 kg. Die Oberseite des Körpers ist dunkelgraubraun mit grünlichem Schimmer, der Bauch ist blau bis violett und nackt. Das Gesicht ist ziemlich bunt. Die Nase ist rot und an beiden Seiten befinden sich mehrere wulstige Schmuckstriemen in hellem blau. Dazu hat der Mandrill noch einen leuchtendgelben Bart. Die Nahrung besteht aus Früchten, Nüssen, Blättern, Pilzen, Wurzeln, Insekten, kleinen Wirbellosen und Wirbeltieren. Nach einer Tragzeit von 7,5 Monaten bringt das Weibchen 1 Junges zur Welt.

Die Gattung der Dscheladas (Theropithecus) besteht aus nur einer Art, dem Dschelada oder Blutbrustpavian (Theropithecus gelada). Seine Heimat ist Äthiopien. Dabei bevorzugt er offenes Felsgelände. Sogar im Hochgebirge bis in 3000-4000 m Höhe ist er zu finden. Das dichte braune Fell ist dabei ein guter Schutz gegen die nächtlichen Tieftemperaturen. Das Männchen trägt zusätzlich ein Mähne vom Hals und den Schultern herab. Der Dschelada ist ein Bodenbewohner. Er erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 50-100 m, eine Schwanzlänge von 32-55 cm und ein Gewicht von 14-21 kg. Die Schwanzspitze trägt eine Quaste. Das Gesicht ist schwarz, wobei die Augenlider heller sind. Und direkt über den Augen befinden sich zwei helle Flecken. Die Innenseite der Oberlippe ist hellrosa. Kennzeichnend für den Dschelada ist aber das "blutende Herz". Dscheladas haben ihre bunte Hautpartie vom Gesäß nach vorn auf den Hals und die Brust verlagert. Bei Erregung, beim Drohen oder im Rhythmus des Monatszyklus des Weibchens, wird das Rot dieser beiden nackten dreieckigen Hautbezirke noch intensiver. Beim Weibchen ist der Rand dieser Region noch durch perlschnurartige Hautvorsprünge markiert. Die Gesäßschwielen dagegen sind unscheinbar schwarz. In Zoos sind Dscheladas zwar etwas anspruchsvoller als andere Pavianarten, aber die Zucht gelingt trotzdem. Die Nahrung besteht aus Gras, Samen, Früchten, Wurzeln, Knollen, Insekten und andere kleine Tiere. Nach einer Tragzeit von 147-192 Tagen bringt das Weibchen 1, selten 2 Junge. Gesäugt werden die Jungen fast 2 Jahre lang.


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