Informationen Hasentiere

wissenschaftlicher Name: Lagomorpha. Hasentiere sind eine Ordnung der Saeugetiere.


Infos zu den Hasentieren

  • Unterklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
  • Klasse: Säugetiere (Mammalia)
  • Unterstamm: Kiefertiere (Gnathostomata)
  • Stamm: Chordatiere, Rückensaitentiere (Chordata)
  • Unterabteilung: Neumundtiere (Deuterostomia)
  • Bilateria

Allgemeines

Früher hatte man die Hasentieren den Nagetieren zugeordnet, weil sie auch Nagezähne haben. Die Nagezähne bei den Hasentiere entstanden aber daher, weil sie eine ähnliche Ernährungsweise wie die Nagetiere haben. Sie haben aber keine gemeinsamen Vorfahren. Die Backenzähne der Hasentiere haben aber mehr Ähnlichkeiten mit denen der Urhuftiere, die der Nagetiere eher mit denen der Insektenfresser, Fledermäusen und Primaten.

Die ersten beiden Schneidezähne sied meißelartig ausgebildet, genau wie bei den Nagern. Auch sie schleifen sich ständig nach. Die Hasentiere aber haben dann noch zwei weitere Schneidezähne in einer 2. Reihe, die Stiftzähne, die aber keine Aufgabe haben. Die Nager dagegen haben nur ein Paar Schneidezähne. Außerdem kauen die Hasentiere seitwärts, die Nager auf- und abwärts.

Die Hasen haben keine Greifhände. Die Beine sind auf schnelles Laufen spezialisiert. Bei Rivalenkämpfen können diese auch zu Boxkämpfen zum Einsatz kommen. Manche Arten können mit ihren Beinen auch Höhlen in den Boden graben. An den vorderen Pfoten befinden sich 5 Zehen, an den hinteren 4, welche dann auch mit kräftigen Krallen versehen sind.

Verbreitung

Die Hasentiere kommen fast auf der ganzen Welt vor. Nur in den Regenwäldern der Tropen gibt es sie nicht. Ursprünglich gab es sie auch nicht in Australien, Neuseeland und Südamerika. Sie wurden dort von Seefahrern ausgesetzt. Und weil sie dort keine natürlichen Feinde hatten, haben sie sich explosionsartig vermehrt. In Australien, wo sie eine Landplage waren, hat man mit eine durch Viren hervorgerufene Seuche, die Myxomatose, versucht, die >Kaninchen wieder zu reduzieren.

Lebensweise

Die Hasentiere haben eine seltsame Verhaltensweise: Sie fressen bestimmte Kotteile wieder auf. Sie setzen nachts schleimüberzogene so genannte "Magenpillen" ab, die sie sofort wieder fressen. Das ist ein stark mit Vitamin B1 angereicherter Vitaminkot. Dieser wird dann im Magen noch einmal verdaut. Mikroorganismen im Blinddarm bilden diesen Kot, nachdem die Nahrung schon einmal verdaut wurde.

Verwandtschaft

Hasentiere gehören zur Unterklasse der Höheren Säugetiere (Eutheria)
dazu gehören auch die Ordnungen:

  • Insekten- oder Kerbtierfresser (Insectivora)
  • Rüsselspringer (Macroscelidea)
  • Fledertiere (Chiroptera)
  • Riesengleiter (Dermoptera)
  • Spitzhörnchen (Scandentia)
  • Herrentiere oder Primaten (Primates)
  • Nebengelenktiere (Xenarthra)
  • Schuppentiere (Pholidota)
  • Nagetiere (Rodentia)
  • Raubtiere (Carnivora)
  • Waltiere (Cetacea)
  • Röhrenzähner (Tubulidentata)
  • Rüsseltiere (Proboscidea)
  • Seekühe (Sirenia)
  • Schliefer (Hyracoidea)
  • Unpaarhufer (Perissodactyla)
  • Paarhufer (Artiodactyla)

Systematik

Zur Ordnung der Hasentiere (Lagomorpha) gehören die Familien:

  • Echte Hasen (Leporidae)
  • Pfeifhasen (Ochotonidae)

Kurz die Familien

Zu den Echten Hasen gehören alle die als Kaninchen bezeichneten Arten, und die Pfeifhasen. Die Hasen und Kaninchen haben die Form, die wir als Hasen kennen: den kurzen, manchmal auch buschigen Schwanz, die verlängerten Hinterbeine und das auffallendste: die langen Ohren. Die Pfeifhasen dagegen haben kleine runde, häutige Ohren und wenig verlängerte Hinterbeine.


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foto Hasen Hasen
wissenschaftlicher Name: Leporidae. Echte Hasen sind eine Familie der Hasentiere.
foto Echte Hasen Echte Hasen
wissenschaftlicher Name: Leporidae. Echte Hasen sind eine Familie der Hasentiere.
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