Infos zu den Beutelratten
Diese Tiere sind mausähnlich, haben eine Kopf-Rumpf-Länge von etwa 11 bis 12,5 cm mit einem langen, dicht behaarten Schwanz mit einer Länge von 9-10 cm. Nur die Unterseite der Schwanzspitze ist nackt. Die Weibchen haben einen kleinen Beutel mit 4 Zitzen. Das Fell ist dicht, kurz und seidig.
Diese Beutelratten haben ein großes Anpassungsvermögen.
Die Zwergopossums leben als kletternde Baumbewohner vor allem in den dichten, feuchten Wäldern in Argentinien und Chile.
Die Zwergopossums sind nacktaktiv. Aus Zweigen und Blättern bauen sie sich ein kleines, rundes Nest, das sie mit Gras und Moos auspolstern. Sie leben in kühleren, gemäßigten Gebieten und halten in der kalten Jahreszeit, auch wenn das Futter knapp wird, eine Winterschlaf. Dabei zehren sie von dem Fett, das sie in der verdickten Schwanzwurzel gespeichert haben.
Die Nahrung besteht aus Insekten, Schnecken, Würmern und anderen wirbellosen Kleintieren. Hauptsächlich aber besteht sie aus Blättern und Sprossen einheimischer Bambusarten.
Die Paarung findet im Frühjahr statt. Das Weibchen bringt bis zu 5 Junge zur Welt. Da die Mutter keinen echten Beutel hat, müssen sich die Jungen am Fell der Mutter festsaugen.
Zwergopossums gehören zur Ordnung der Beuteltiere (Marsupialia)
dazu gehören auch die Familien:
Zur Familie der Zwergopossums ( Microbiotheriidae) gehört nur eine Gattung, die Beutelratten.
Zur Gattung der Beutelratten (Dromiciops) gehören die Arten:
Chiloë-Beutelratte oder Colocolo (Dromiciops australis)
erstmals 1893 durch F. Philippi erwähnt
Verbreitung: Sie lebt in Mittelchile und auf der Insel Chiloë
Dromiciops gliroides
erstmals 1894 durch Thomas erwähnt
Die Eingeborenen der Heimat der Chiloë-Beutelratte glauben, dass ihr Anblick oder ihre Anwesenheit im Haus Unglück bringt. Einige meinen sogar, man muss ein Haus bis auf die Grundmauern niederbrennen, wenn man eines dieser Tiere, die nun wirklich harmlos sind, dort sieht. Im allgemeinen gilt sie als potentiell gefährdet.