Linnaeus, 1758
Der Apollofalter hat eine Flügelspannweite von 50 bis 75 mm. Beide Geschlechter sehen gleich aus. Die Vorderflügel dieser Schmetterlinge sind nur schwach beschuppt, was dazu führt, dass die Flügel durchscheinend sind. Die Grundfarbe ist milchig-weiß mit drei großen, runden, schwarzen Flecken. Zwei kleinere, schwarze Flecken befinden sich in der Nähe der Spitzenregion. Kurz vor dem Flügelrand läuft ein schwacher schwarz-weiß beschuppter Streifen. Der Rand selber trägt keine Schuppen und ist durchsichtig. Die Unterseite ist matt glänzend mit den fünf schwarzen Punkten der Oberseite.
Der...
... Hinterflügel ist deutlich stärker beschuppt, somit nicht durchsichtig und milchig-weiß. Zum Körper hin finden sich verstreute schwarze Schuppen. Auffallend sind zwei rote Flecken, die von einem schwarzen Rand umgeben sind und einen weißen Kern haben. Die Unterseite ist ebenfalls milchig-weiß und zeigt auch diese beiden markanten roten, bzw. gelben Flecken. Zusätzlich gibt es im Bereich des Flügelansatzes noch eine rotschwarze Zeichnung. Der Körper ist auf der Oberseite schwarz, auf der Unterseite dagegen weiß.
Es gibt fast 200 Unterarten des Apollofalters. Es kann vorkommen, dass es innerhalb eines Gebirges in jedem Tal eine andere Unterart lebt. Sie unterscheiden sich teilweise nur sehr wenig durch eine leicht unterschiedliche Flügelzeichnung. Bei einigen Unterarten sind die roten Flecken sogar gelb oder orange.
Die Raupe ist samtschwarz mit rötlichen Flecken auf beiden Seiten. Je nach Unterart, können diese Flecken auch gelb bis orange sein. Auf dem Rücken befinden sich stahlblaue Wärzchen. Zwischen dem Kopf und dem ersten Brustsegment hat die Raupe eine ausstülpbare Nackengabel.
Ursprünglich stammt der Apollofalter aus dem Himalaja. Heute lebt er in fast ganz Eurasien. Ausgenommen ist der Südosten Asiens und und der größte Teil der arabischen Halbinsel. Als Lebensraum dienen hauptsächlich die Gebirgsregionen in Höhen zwischen 600 und 2000 Metern. Bevorzugt werden auf jeden Fall warme Hänge, Hügel und steil abfallende Felshänge.
Die Flugzeit der Apollofalter dauert von Mai/Juni bis August/September. Die Weibchen bleiben meistens in Bodennähe, wohingegen die Männchen häufig an den Berghängen die dortigen Blüten aufsuchen.
Die Raupen fressen nur bei Sonnenschein. Bereits bei Bewölkung suchen sie Schutz unter Steinen oder Moos. Sie verpuppen sich nach etwa 6 Wochen in einem losen Gespinst auf dem Boden.
Apollofalter überwintern als bereits voll ausgewachsene Larve im Ei.
Der Apollofalter bevorzugt den Nektar von Flockenblumen, Wildem Majoran und Disteln. Die Raupen dagegen bevorzugen die Weiße und die Große Fetthenne.
Während der Flugzeit erfolgt auch die Paarung. Pro Jahr gibt es eine Generation. Nach der Begattung legt das Weibchen ihre langen, weißen Eier einzeln an den unteren Blättern und Stängel der Futterpflanze ab.
Die Gesamtsystematik:
Zur Gattung Parnassius gehören auch die Arten:
Zur Art des Apollofalters (Parnassius apollo) gehören fast 200 Unterarten. Hier ein kleiner Auszug:
Apollofalter gehören zur Unterfamilie der Apollo- und Osterluzeifalter (Parnassiinae)
dazu gehören auch die Gattungen:
Der Apollofalter gilt als gefährdet, wenn er nicht sogar bereits vom Aussterben bedroht ist. In Deutschland steht er bereits seit 1936 unter Naturschutz, seit 1982 in der Europäischen Gemeinschaft. Als einziger nichttropischer Schmetterling wurde der Apollofalter in das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) aufgenommen (Stand 1990). Somit darf mit ihm nicht gehandelt werden und ist seitdem weltweit geschützt.
Apollofalter Schmetterling Ritterfalter - Wissenschaftliche Informationen über den Apollofalter, ein Mitglied aus der Familie der Ritterfalter, Schmetterlinge.
wissenschaftlicher Name: Parnassius apollo
Apollofalter Schmetterling Ritterfalter: weitere Bilder für: Parnassius apollo
Bilder / Foto Name: cdn_k3s24194 - Apollofalter Schmetterling Ritterfalter
Weitere Texte zum Thema Insekten: